Warum viele Intranet-Projekte scheitern
Die schlechte Nachricht zuerst: Die meisten Intranet-Projekte scheitern gar nicht nur an der Software. Die gute Nachricht: Genau deshalb lassen sich viele Probleme vermeiden!
Ob mangelnde Akzeptanz, veraltete Inhalte oder ein Projekt, das nie richtig Fahrt aufnimmt – die Ursachen liegen häufig nicht in der Technologie, sondern in der Planung. Fehlende Strategien, unklare Zuständigkeiten oder eine zu geringe Einbindung der späteren Nutzenden sorgen dafür, dass selbst moderne Intranet-Plattformen ihre Potenziale manchmal nicht entfalten.
Welche Fehler besonders häufig auftreten und worauf Unternehmen bereits vor Projektbeginn achten sollten, erfährst Du in diesem Artikel.
Es fehlt eine klare Strategie
Viele Unternehmen starten ein Intranet-Projekt mit der Suche nach der passenden Software. Dabei geht es zu Beginn erstmal darum, eine gemeinsame Vorstellung davon zu entwickeln, welche Ziele das Intranet überhaupt erfüllen soll. Soll die interne Kommunikation verbessert werden? Geht es darum, Wissen zentral bereitzustellen, Prozesse zu digitalisieren oder die Zusammenarbeit zwischen Standorten zu fördern? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich beurteilen, welche Anforderungen tatsächlich an ein Intranet gestellt werden.
Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zur bestehenden Systemlandschaft. Nicht jede Information und jeder Prozess gehört ins Intranet. Wer frühzeitig definiert, welche Rolle das Intranet neben Microsoft 365, Teams oder anderen Anwendungen einnimmt, schafft Orientierung für alle Beteiligten und verhindert spätere Missverständnisse.
Eine fundierte Strategie bildet also die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen im Projekt – von der Informationsarchitektur über Governance und Inhalte bis hin zur Auswahl der passenden Intranet-Software. Nach der Entwicklung der Strategie, folgt die Softwareauswahl. Denn auch die Software entscheidet maßgeblich darüber, wie gut das Intranet später angenommen wird. Umso wichtiger ist es, ihre Auswahl nicht isoliert oder vorschnell zu treffen, sondern auf Basis klar definierter Anforderungen und Ziele.
Fehlende Projektstruktur sorgt für Unsicherheit
Ein erfolgreiches Intranet entsteht nicht nebenbei. Trotzdem fehlt in vielen Unternehmen ein klarer Projektplan oder eine Person, die das Projekt übergreifend steuert. Unterschiedliche Fachbereiche verfolgen eigene Interessen, Prioritäten verschieben sich und Entscheidungen ziehen sich unnötig in die Länge. Gerade dann wird deutlich, wie wichtig eine gemeinsame Vision und klare Verantwortlichkeiten sind!
Neben einer strukturierten Projektorganisation braucht es vor allem jemanden, der unterschiedliche Stakeholder zusammenbringt und Entscheidungen moderiert. Nur wenn Kommunikation, IT, Fachbereiche und Management an einem Strang ziehen, kann ein Intranet entstehen, das den Anforderungen des gesamten Unternehmens gerecht wird.
Nutzerorientierung wird häufig unterschätzt
Ein weiterer Grund für das Scheitern vieler Intranet-Projekte ist der fehlende Fokus auf die Menschen, die das System später täglich nutzen sollen. Statt sich mit den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden auseinanderzusetzen, stehen technische Funktionen oder organisatorische Anforderungen im Mittelpunkt. Das Ergebnis sind komplexe Plattformen, die zwar viele Möglichkeiten bieten, im Arbeitsalltag jedoch kaum einen Mehrwert schaffen.
Bei der Auswahl der passenden Software sollte also auch die Sicht der Nutzenden beachtet werden. Welche Informationen werden täglich benötigt? Welche Prozesse lassen sich vereinfachen? Wie gelangen Mitarbeitende möglichst schnell ans Ziel? Werden diese Fragen bereits in Workshops oder Interviews berücksichtigt, steigt die spätere Akzeptanz deutlich.
Technische Anforderungen werden zu spät eingeplant
Nicht selten geraten Projekte kurz vor dem Go-live ins Stocken, weil technische Grundlagen erst sehr spät betrachtet werden. Themen wie Benutzerverwaltung, Active Directory, Single Sign-on oder Integrationen mit bestehenden Anwendungen wirken auf den ersten Blick nebensächlich, entscheiden in der Praxis jedoch häufig über Zeitplan und Projektbudget.
Deshalb lohnt es sich, die IT bereits in der Konzeptionsphase eng einzubinden und technische Rahmenbedingungen frühzeitig zu klären. Das reduziert Risiken, vermeidet spätere Überraschungen und sorgt für einen deutlich reibungsloseren Projektverlauf.
Gute Inhalte entstehen nicht von allein
Eine moderne Oberfläche allein macht noch kein erfolgreiches Intranet! Entscheidend ist vielmehr, dass Mitarbeitende dort aktuelle und relevante Informationen finden. Trotzdem behandeln Unternehmen das Thema Content häufig erst kurz vor dem Launch. Die Folge sind leere Seiten, veraltete Dokumente oder Informationen, für die sich langfristig niemand verantwortlich fühlt.
Damit Inhalte dauerhaft gepflegt werden, braucht es klare Prozesse. Dazu gehören unter anderem:
- definierte Verantwortlichkeiten für die Erstellung, Pflege und Archivierung von Inhalten
- verbindliche Redaktionsprozesse sowie regelmäßige Qualitäts- und Aktualitätsprüfungen
Nur wenn Mitarbeitende darauf vertrauen können, stets aktuelle Informationen zu finden, entwickelt sich das Intranet langfristig zu einer zentralen Anlaufstelle im Arbeitsalltag.
Der Go-live ist erst der Anfang
Mit der technischen Einführung endet ein Intranet-Projekt nicht – vielmehr beginnt jetzt die eigentliche Veränderung. Mitarbeitende müssen neue Arbeitsweisen kennenlernen, den Nutzen der Plattform verstehen und motiviert werden, das Intranet regelmäßig zu nutzen. Ohne begleitendes Change Management bleiben viele Potenziale ungenutzt. Dazu gehören neben einer zielgerichteten Kommunikation auch Schulungen, die Einbindung von Multiplikatoren im Unternehmen und regelmäßiges Feedback der Nutzenden.
FAQ: Warum scheitern Intranet-Projekte?
Die Intranetsoftware bildet das technische Fundament der zukünftigen Plattform und beeinflusst maßgeblich deren Akzeptanz und Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig reicht es nicht aus, verschiedene Lösungen anhand einzelner Funktionen oder Produktdemos zu vergleichen. Eine fundierte Softwareauswahl berücksichtigt die strategischen Ziele, die Bedürfnisse der Nutzenden, bestehende Prozesse sowie technische Anforderungen. Nur wenn all diese Faktoren zusammen betrachtet werden, kann eine Lösung gewählt werden, die langfristig zum Unternehmen passt.
Ein neues Intranet verändert die Art, wie Informationen geteilt und Zusammenarbeit organisiert wird. Damit Mitarbeitende die Plattform dauerhaft nutzen, braucht es Kommunikation, Schulungen und eine kontinuierliche Begleitung über den Go-live hinaus.
Ein Intranet wird nur dann regelmäßig genutzt, wenn Mitarbeitende dort verlässliche und aktuelle Informationen finden. Klare Redaktionsprozesse und feste Verantwortlichkeiten sorgen dafür, dass Inhalte langfristig gepflegt werden.
Technische Anforderungen wie Benutzerverwaltung, Single Sign-on oder Systemintegrationen sollten bereits in der Konzeptionsphase berücksichtigt werden. So lassen sich Verzögerungen und zusätzliche Kosten während des Projekts vermeiden.
Warum externe Unterstützung häufig den Unterschied macht
Für die meisten Unternehmen ist die Einführung eines neuen Intranets kein Routineprojekt. Entsprechend fehlen häufig Erfahrungen, bewährte Vorgehensweisen oder die notwendigen personellen Ressourcen. Hinzu kommt, dass unterschiedliche Interessen zusammengeführt, Prioritäten gesetzt und zahlreiche organisatorische sowie technische Themen gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.
Eine spezialisierte Intranet-Agentur bringt genau diese Erfahrung mit. Sie unterstützt dabei, eine tragfähige Strategie zu entwickeln, Projekte strukturiert aufzusetzen und alle Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Gleichzeitig hilft sie dabei, eine gründliche Softwareauswahl durchzuführen, typische Stolperfallen frühzeitig zu erkennen und den Fokus konsequent auf die Bedürfnisse der späteren Nutzenden zu richten.
Warum Kronsteg?
Wir bei Kronsteg begleiten Unternehmen dabei, zukunftsfähige Intranets einzuführen. Dabei zeichnet uns unsere Spezialisierung auf Intranets, der klare Fokus auf Nutzung und Akzeptanz der Plattform und eine durchdachte sowie praxiserprobte Methodik aus!
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Fazit
Die meisten Intranet-Projekte scheitern nicht an der Technologie selbst, sondern daran, dass wichtige Grundlagen fehlen. Eine klare Strategie, eindeutige Verantwortlichkeiten, gute Inhalte und ein professionelles Change Management bilden das Fundament für den Projekterfolg. Genauso entscheidend ist jedoch die Auswahl einer Intranetsoftware, die zu den tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens passt. Wer sich dafür ausreichend Zeit nimmt und nicht nur Funktionen, sondern den langfristigen Nutzen bewertet, schafft die Grundlage für ein Intranet, das von Mitarbeitenden angenommen wird und nachhaltig Mehrwert schafft!
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