KI: Prompts für die interne Kommunikation
„Schreib mir einen Blogartikel über unser Sommerfest.“ oder „Fasse diese Richtlinie zusammen.“: Wer KI-Tools wie ChatGPT oder Claude nutzt, kennt solche Anfragen. Doch warum liefert die KI manchmal genau das gewünschte Ergebnis und manchmal einen Text, der komplett überarbeitet werden muss?
Der Unterschied liegt häufig im Prompt. Also in der Anweisung, die Du der KI gibst. Je klarer und präziser Dein Prompt formuliert ist, desto besser versteht die KI, was Du erreichen möchtest.
In diesem Beitrag erfährst Du, was ein Prompt ist, worauf Du bei der Formulierung achten solltest und wie Du KI sinnvoll in der internen Kommunikation einsetzen kannst.
Was ist ein Prompt?
Ein Prompt ist die Eingabe oder Anweisung, mit der Du einer KI eine Aufgabe gibst. Das kann eine einfache Frage sein, aber auch ein ausführliches Briefing mit Hintergrundinformationen, Zielgruppe, Tonalität und gewünschtem Ergebnis. Grundsätzlich gilt: Je mehr relevanter Kontext in einem Prompt steckt, desto besser kann die KI Dich unterstützen.
Statt nur zu schreiben: „Kürze diesen Text.“ liefert ein konkreterer Prompt meist deutlich bessere Ergebnisse: „Kürze den folgenden Text auf maximal 150 Wörter. Erhalte alle wichtigen Informationen, formuliere verständlich für alle Mitarbeitenden und verwende eine persönliche, aktive Sprache.“
Der Unterschied ist offensichtlich: Die KI weiß nicht nur, was sie tun soll, sondern auch wie das Ergebnis aussehen soll.
Warum sind gute Prompts so wichtig?
KI kann Informationen verarbeiten, Texte formulieren und Ideen entwickeln. Was sie jedoch nicht kennt, sind die Besonderheiten Deines Unternehmens, die Kommunikationsziele oder die Unternehmenssprache – zumindest dann nicht, wenn Du sie ihr nicht mitgibst.
Ein guter Prompt liefert genau diesen Kontext und ist dabei so konkret wie möglich. Das spart Zeit, reduziert Korrekturschleifen und sorgt dafür, dass die Ergebnisse besser zu Deiner Zielgruppe und Eurer Kommunikation passen.
Gerade in der internen Kommunikation ist das entscheidend. Schließlich unterscheiden sich ein Beitrag für das Social Intranet, eine E-Mail an Führungskräfte oder eine Unternehmensnews nicht nur im Format, sondern auch in Sprache, Tonalität und Informationsdichte.
So unterstützt Dich KI im Kommunikationsalltag
KI muss nicht jede Nachricht von Grund auf schreiben. Oft liegt ihr größter Mehrwert darin, bestehende Inhalte zu verbessern, anzupassen oder weiterzuentwickeln.
Texte an die passende Tonalität anpassen
Ein Text soll persönlicher, verständlicher oder motivierender klingen? Mit einem passenden Prompt kannst Du die Tonalität gezielt verändern.
Beispiel-Prompt: Passe den folgenden Text an eine wertschätzende und persönliche Unternehmenssprache an. Formuliere aktiv, verständlich und motivierend. Vermeide Floskeln und unnötige Fachbegriffe.
Texte kürzen oder erweitern
Nicht jeder Kommunikationskanal bietet gleich viel Platz. Während ein Blogartikel ausführlich sein darf, muss eine News im Social Intranet schnell erfassbar sein.
Beispiel-Prompt: Kürze den folgenden Text auf maximal 120 Wörter. Erhalte alle Kernbotschaften und formuliere verständlich für alle Mitarbeitenden.
Oder: Erweitere den folgenden Text zu einem Blogartikel mit Zwischenüberschriften, einem verständlichen Einstieg und einem passenden Fazit.
Inhalte zusammenfassen
Aus einem Workshop-Protokoll, einer Präsentation oder einer Richtlinie lässt sich schnell eine kompakte Zusammenfassung erstellen.
Beispiel-Prompt: Fasse den folgenden Text in fünf übersichtlichen Stichpunkten zusammen. Hebe die wichtigsten Aussagen hervor und verwende eine leicht verständliche Sprache.
Texte korrigieren und optimieren
KI eignet sich hervorragend als zusätzliches Lektorat.
Beispiel-Prompt: Überprüfe den folgenden Text auf Rechtschreibung, Grammatik und Verständlichkeit. Schlage Formulierungen vor, die aktiver und lesefreundlicher sind, ohne die Aussage zu verändern.
Erste Entwürfe erstellen
Wenn der Einstieg schwerfällt, kann KI helfen, die leere Seite zu füllen.
Beispiel-Prompt: Erstelle eine Gliederung für einen Blogartikel zum Thema Wissensmanagement im Social Intranet. Die Zielgruppe sind Kommunikationsverantwortliche. Der Schreibstil soll verständlich und praxisnah sein.
Recherchieren und strukturieren
Auch bei der Vorbereitung neuer Themen kann KI unterstützen.
Beispiel-Prompt: Recherchiere die wichtigsten Trends der internen Kommunikation für das Jahr 2026. Fasse die Entwicklungen verständlich zusammen und nenne mögliche Auswirkungen auf Unternehmen.
Inhalte übersetzen
Internationale Unternehmen können Texte schnell in andere Sprachen übertragen lassen.
Beispiel-Prompt: Übersetze den folgenden Text ins Englische. Erhalte die freundliche Tonalität und verwende eine natürliche Business-Sprache.
FAQ: KI in der internen Kommunikation
Ein guter Prompt beschreibt die Aufgabe möglichst konkret. Zielgruppe, Tonalität, Format und wichtige Vorgaben helfen der KI dabei, passgenaue Inhalte für die interne Kommunikation zu erstellen.
KI unterstützt unter anderem beim Erstellen, Kürzen, Zusammenfassen, Korrigieren und Übersetzen von Texten. So lassen sich Routineaufgaben schneller erledigen und Kommunikationsprozesse effizienter gestalten.
Fehlen wichtige Informationen oder ist der Prompt zu allgemein formuliert, kann die KI die Aufgabe nicht optimal umsetzen. Je präziser die Anweisung, desto besser das Ergebnis.
Nein. KI ist ein hilfreiches Werkzeug, ersetzt aber nicht das Fachwissen von Kommunikationsverantwortlichen. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn KI und menschliche Expertise zusammenarbeiten.
So formulierst Du bessere Prompts
Ein guter Prompt muss nicht kompliziert sein. Oft reichen wenige zusätzliche Informationen aus, um die Qualität der Ergebnisse deutlich zu verbessern.
Orientiere Dich dabei an diesen fünf Fragen:
- Was soll die KI tun? Beschreibe die Aufgabe möglichst konkret.
- Für wen ist der Inhalt gedacht? Nenne die Zielgruppe, zum Beispiel alle Mitarbeitenden, Führungskräfte oder Projektbeteiligte.
- Welchen Stil soll der Text haben? Soll er persönlich, sachlich, motivierend oder besonders verständlich formuliert sein?
- Welches Format erwartest Du? Zum Beispiel einen Blogartikel, eine News, eine E-Mail, eine Zusammenfassung oder eine Liste.
- Gibt es besondere Vorgaben? Beispielsweise eine maximale Länge, bestimmte Inhalte oder Formulierungen, die berücksichtigt werden sollen.
Gute Prompts entstehen im Dialog
Ein Prompt muss nicht sofort perfekt sein. Im Gegenteil: Die besten Ergebnisse entstehen häufig Schritt für Schritt. Bitte die KI beispielsweise anschließend:
- Formuliere den Text verständlicher.
- Schreibe den Einstieg persönlicher.
- Kürze den Beitrag um 30 Prozent.
- Erstelle zusätzlich eine Version für Führungskräfte.
- Passe den Text an unsere Unternehmenssprache an.
- Schlage drei alternative Überschriften vor.
So entwickelst Du aus einem ersten Entwurf nach und nach einen Text, der genau zu Deinem Unternehmen und Deiner Zielgruppe passt.
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Fazit
KI ist kein Ersatz für gute interne Kommunikation, aber ein leistungsstarkes Werkzeug, das Dich im Arbeitsalltag unterstützen kann. Entscheidend ist nicht nur das verwendete KI-Tool, sondern vor allem die Qualität Deiner Anweisungen.
Je klarer Du Deine Aufgabe beschreibst, desto besser werden die Ergebnisse. Gute Prompts helfen Dir dann dabei, Texte schneller zu erstellen, Inhalte zielgruppengerecht aufzubereiten und Routineaufgaben effizienter zu erledigen.
Unser Tipp: Betrachte KI nicht als fertige Lösung, sondern als Sparringspartner. Mit den richtigen Prompts entstehen aus ersten Ideen Schritt für Schritt überzeugende Kommunikationsinhalte – und Du gewinnst mehr Zeit für das, was wirklich zählt: den Austausch mit den Mitarbeitenden und eine erfolgreiche interne Kommunikation.
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