Die größten Fehler bei der Intranet-Auswahl
Warum scheitern manche Intranet-Projekte trotz sorgfältiger Auswahl? Häufig nicht wegen der Software selbst, sondern weil im Auswahlprozess die falschen Fragen gestellt werden.
Denn bei der Entscheidung für ein neues Intranet geht es um weit mehr als Funktionen und Lizenzkosten. Es geht viel mehr darum, wie Informationen im Unternehmen fließen und Wissen gesichert wird.
Wer dabei ausschließlich auf die Funktionen des Intranets schaut, riskiert eine Investition in eine Softwarelösung, die die eigentlichen Herausforderungen des Unternehmens nicht adressiert.
Deswegen zeigen wir hier die fünf häufigsten Fehler bei der Systemauswahl und worauf Dein Unternehmen stattdessen achten sollten!
1. Auf Funktionen statt auf Anwendungsfälle schauen
Dein Unternehmen ist auf der Suche nach einem neuen Intranet? Dann ist die Diskussion vielleicht auch schon bei den Funktionen gelandet: Chat, News, Wiki, Mitarbeiter-App oder Dokumentenmanagement stehen häufig ganz oben auf der Anforderungsliste. Doch genau hier beginnt oft das Problem. Denn die Anzahl der Funktionen sagt noch nichts darüber aus, ob ein System die Herausforderungen in Deinem Unternehmen tatsächlich löst.
Viel wichtiger ist zunächst die Frage: Welche Ziele verfolgt Dein Unternehmen überhaupt mit dem Intranet? Sollen Informationen schneller verbreiten, Wissen langfristig gesichert oder Prozesse effizienter gestaltet werden? Vielleicht sollen neue Mitarbeitende schneller eingearbeitet werden oder die tägliche E-Mail-Flut reduziert werden?
Wenn der Fokus zu früh auf einzelnen Features liegt, gerät der eigentliche Nutzen schnell aus dem Blick. In der Praxis zeigt sich immer wieder: Eine Plattform mit überschaubarem Funktionsumfang kann deutlich erfolgreicher sein als eine Lösung mit unzähligen Möglichkeiten – vorausgesetzt, sie unterstützt die relevanten Anwendungsfälle und wird von den Mitarbeitenden tatsächlich genutzt!
Unser Tipp: Definiere zunächst die konkreten Herausforderungen und Anwendungsfälle in Deinem Unternehmen. Erst danach solltest Du bewerten, welche Lösung diese Anforderungen am besten unterstützt.
2. Die eigene Vision nicht mit der Produktstrategie des Herstellers abgleichen
Häufig wird ein entscheidender Aspekt übersehen: Die Auswahl eines Intranets ist immer auch eine Entscheidung für die Zukunft. Deshalb sollte Dein Unternehmen vor einer Entscheidung nicht nur prüfen, was die Plattform heute kann, sondern auch, wohin sie sich in den kommenden Jahren entwickelt!
Mit der Einführung einer neuen Plattform gehen häufig weitreichende Entscheidungen einher – von zukünftigen Investitionen und Integrationen bis hin zu Kommunikations- und Wissensmanagementstrategien. Umso wichtiger ist es, die eigene Vision mit der strategischen Ausrichtung des Herstellers abzugleichen.
Plant Dein Unternehmen beispielsweise, künftig stärker auf KI-gestützte Wissensarbeit, mobile Nutzung oder die Vernetzung verschiedener Business-Anwendungen zu setzen, sollte sich diese Richtung auch in der Produktstrategie des Anbieters widerspiegeln. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Plattform mittel- bis langfristig nicht mehr zu den eigenen Anforderungen passt.
Unser Tipp: Schaue nicht nur auf die Plattform von heute. Prüfe auch die Produkt-Roadmap und die langfristige Vision des Herstellers.
3. Die tatsächlichen Gesamtkosten nicht betrachten
Wenn Dein Unternehmen verschiedene Intranet-Lösungen vergleicht, fällt der Blick häufig zuerst auf die Lizenzkosten. Schließlich lassen sich diese Zahlen schnell gegenüberstellen und wirken auf den ersten Blick wie eine gute Grundlage für die Entscheidung. Doch genau hier lauert ein häufiger Fehler. Denn die Kosten eines Intranets beschränken sich längst nicht auf das Basispaket. Viel wichtiger ist also die Frage: Welche Gesamtkosten entstehen über die gesamte Nutzungsdauer der Plattform?
Neben den eigentlichen Lizenzgebühren spielen zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören beispielsweise zusätzliche Module und Funktionserweiterungen, Integrationen in bestehende Systemlandschaften, der Aufwand für Einführung und Migration sowie Schulungen, Change-Management-Maßnahmen und laufender Support. Auch zukünftige Erweiterungen, etwa durch zusätzliche Nutzende, sollten frühzeitig berücksichtigt werden.
Erst wenn all diese Aspekte einbezogen werden, entsteht ein realistisches Bild der tatsächlichen Investition. Denn nicht selten stellt sich eine vermeintlich günstige Lösung nach einigen Jahren als deutlich kostspieliger heraus als eine Plattform, die anfangs höhere Investitionen erfordert.
Unser Tipp: Betrachte die Kosten nicht isoliert, sondern über den gesamten Lebenszyklus der Plattform. Eine Kalkulation über mindestens drei bis fünf Jahre hilft dabei, Anbieter auf einer vergleichbaren und belastbaren Grundlage zu bewerten.
4. Funktionen höher bewerten als Benutzerfreundlichkeit
Bei der Auswahl eines Intranets fließt oft viel Zeit in den Vergleich einzelner Funktionen. Was dabei leicht in den Hintergrund gerät: Selbst die umfangreichste Plattform bringt wenig Mehrwert, wenn sie im Arbeitsalltag kaum genutzt wird.
Deshalb solltest Du nicht nur darauf achten, was ein Intranet kann, sondern auch, wie einfach und intuitiv es sich bedienen lässt. Denn eine hohe Benutzerfreundlichkeit sorgt dafür, dass Informationen schneller gefunden, Prozesse einfacher umgesetzt und Inhalte häufiger aufgerufen und im Arbeitsalltag genutzt werden.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass eine übersichtliche und leicht verständliche Plattform oft höhere Nutzungsraten erzielt als ein System mit unzähligen Funktionen, die kaum jemand verwendet. Oder anders gesagt: Funktionen schaffen Potenzial – Usability schafft Nutzung!
Unser Tipp: Beziehe zukünftige Nutzende der Plattform frühzeitig in den Auswahlprozess ein und teste typische Anwendungsfälle in Live-Demos oder Pilotphasen. So bekommst Du ein realistisches Bild davon, wie gut die Plattform im Arbeitsalltag tatsächlich funktioniert.
5. Kurzfristige Verträge abschließen und den Lock-in-Effekt unterschätzen
Wenn es um Verträge geht, stehen oft möglichst günstige Einstiegskonditionen und kurze Laufzeiten im Fokus. Jedoch sollte sich auch die Frage stellen: Wie flexibel bleibt Dein Unternehmen, wenn sich die Anforderungen in einigen Jahren verändern?
Mit der Zeit wächst die Bindung an eine Plattform automatisch. Inhalte werden aufgebaut, Prozesse etabliert, Schnittstellen eingerichtet und Mitarbeitende gewöhnen sich an neue Arbeitsweisen. Je stärker das Intranet in den Arbeitsalltag integriert ist, desto aufwendiger wird ein späterer Wechsel.
Deshalb lohnt es sich, bereits vor Vertragsabschluss einen Blick auf Themen zu werfen, die im Auswahlprozess oft wenig Aufmerksamkeit erhalten. Dazu gehören beispielsweise Möglichkeiten zum Datenexport, verfügbare Schnittstellen oder Kündigungsfristen.
Unser Tipp: Bewerte nicht nur den Einstieg in eine Plattform, sondern auch den möglichen Ausstieg. Je einfacher ein System gewechselt werden kann, desto größer bleibt Deine langfristige Handlungsfreiheit.
FAQ: Häufige Fragen zur Softwareauswahl
Zu den häufigsten Fehlern gehören ein zu starker Fokus auf Funktionen statt auf konkrete Anwendungsfälle, das Vernachlässigen der Benutzerfreundlichkeit, eine unvollständige Kostenbetrachtung sowie das Ignorieren der langfristigen Produktstrategie des Herstellers.
Entscheidend ist, dass das Intranet die Ziele und Anforderungen des Unternehmens unterstützt. Neben Funktionen spielen daher auch Benutzerfreundlichkeit, Integrationsmöglichkeiten, Zukunftssicherheit und die Gesamtkosten über den gesamten Nutzungszeitraum eine wichtige Rolle.
Neben den Lizenzkosten sollten auch Aufwände für Einführung, Migration, Schulungen, Support, Integrationen sowie mögliche Erweiterungen berücksichtigt werden. Erst die Betrachtung der Gesamtkosten liefert eine realistische Entscheidungsgrundlage.
Ein Intranet entfaltet seinen Mehrwert nur, wenn es von den Mitarbeitenden regelmäßig genutzt wird. Eine intuitive Bedienung erleichtert den Zugang zu Informationen, erhöht die Akzeptanz und trägt maßgeblich zum Erfolg der Plattform bei.
Warum Kronsteg?
Wir bei Kronsteg begleiten Unternehmen dabei, zukunftsfähige Intranets einzuführen. Dabei zeichnet uns unsere Spezialisierung auf Intranets, der klare Fokus auf Nutzung und Akzeptanz der Plattform und eine durchdachte sowie praxiserprobte Methodik aus!
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Fazit: Die beste Plattform ist nicht die mit den meisten Funktionen
Wir sehen: Die Auswahl eines Intranets ist weit mehr als eine Softwareentscheidung! Deshalb lohnt es sich, im Auswahlprozess nicht nur auf Funktionen, Preise oder Vertragslaufzeiten zu schauen, sondern sich auch weitere Fragen zu stellen. Löst die Plattform die Herausforderungen unseres Unternehmens wirklich? Passt sie zu unserer Strategie? Werden Mitarbeitende sie gerne nutzen?
Wer diese Aspekte frühzeitig berücksichtigt, schafft die Grundlage für eine Entscheidung, die nicht nur heute überzeugt, sondern auch in den kommenden Jahren echten Mehrwert bietet.
Deine Unternehmen plant die Einführung eines neuen Intranets? Wir unterstützen Dich gerne dabei, Anforderungen zu definieren, passende Lösungen zu vergleichen und die richtige Plattform für Dein Unternehmen auszuwählen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Dein zukünftiges Intranet nicht nur die richtigen Funktionen bietet, sondern die Ziele Deines Unternehmens nachhaltig unterstützt!