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So kannst Du bessere Intranet-Artikel schreiben
09
Dez 2021

So kannst Du bessere Intranet-Artikel schreiben

Du bist fĂŒr die interne Kom­munikation (IK) in Deinem Unter­nehmen zustĂ€ndig und fragst Dich, wie Du Intranet-Artikel schreiben kannst, die gerne ge­lesen werden?

Gut gestaltete Intranet-Artikel sind das AushĂ€nge­schild fĂŒr die interne Kom­munikation! Damit diese also ab­wechs­lungsreich und spannend bleibt, sol­ltest Du ein wenig Zeit investieren, um sprachlich interessant zu schrei­ben. Das Gute daran? Schriftliche FĂ€hig­keiten lassen sich durch einfache Tricks erheblich verbessern! Des­weg­en haben wir in diesem Artikel wichtige Tipps fĂŒr Deinen nĂ€chsten Intranet-Artikel zusammen­gefasst.

Das ist bei digitalen Texten anders

Digitale Texte werden anders ge­lesen als gedruckte: Und zwar ca. 30% langsamer. ZusĂ€tzlich ist das Lesen selektiv: User ĂŒber­fliegen die Website und bleiben an Head­lines und Bildern hĂ€ngen. Behalte das im Kopf, wenn Du Deinen nĂ€chsten Intranet-Artikel schreibst.

Mit der Headline beginnt’s

“News vom 24.03.2021” – Das klingt nicht besonders spannend! So geht es besser: Achte darauf, dass die Head­line die Kern­aussage Deines Intranet-Artikels trifft. Damit sie zum Weiter­lesen animiert, sollte Deine Head­line Emotionen beim Leser erzeugen. “FĂŒnf bekannte Probleme im Arbeits­alltag – Welche möchtest Du ĂŒber­winden?” hört sich doch gleich viel aufregender an, oder?

Wichtige Infos, die Du nicht mehr in der Head­line unter bekommst, finden direkt zu Beginn des Textes ihren Platz.

Besser kurz als lang

FĂŒr Texte gilt: Weniger ist mehr. For­muliere daher alle Infor­mationen mög­lichst auf den Punkt. Besonders digitale Texte sollten nochmals ca. 50% kĂŒrzer sein als Texte auf Papier.

FĂŒr SĂ€tze gilt dasselbe. Bereits ab 26 Wörtern gilt ein Satz, als schwer zu lesen. Mit neun Wörtern ist die Satz­lĂ€nge optimal, 18-20 Wörter bilden die Ober­grenze der VerstĂ€ndlich­keit. Orientiere Dich zu Beginn an diesen Zahlen. Nach einer Weile wirst Du automatisch kĂŒrzere SĂ€tze formu­lieren. Vermeide zusĂ€tzlich Schachtel­sĂ€tze.

Neben der Text- und Satz­lĂ€nge ist die Wort­lĂ€nge von Bedeutung. Wörter mit ein bis zwei Silben sind leicht ver­stĂ€nd­lich. Zu lange Wörter sollten mit Binde­strichen getrennt werden.

Ohne Struktur geht’s nicht

Bereits auf den ersten Blick sollte die Struktur verstĂ€ndlich sein. Verwende Zwischen­abschnitte, um Deinen Intra­net-Artikel zu strukturieren. Diese fassen besten­falls den Inhalt des Ab­satzes zusammen. Auch Bullet Points sind oftmals sinn­voll. Verlinkungen werden deutlich benannt: Leser mĂŒs­sen wis­sen, wo sie nach dem Klick landen.

Der Stil muss zum Unternehmen passen

Gibt es interne Vorgaben zum Unter­nehmens­stil? Wird geduzt oder ge­gendert? Dann sollte sich dieser Sprach­stil auch im Intranet-Artikel wieder­finden. Einheit­liche Richt­linien, die unternehmens­weit gelten, helfen hier allen.

Ansonsten werden Texte mit einem abwechslungs­reichen und lebendigen Sprach- und Satz­rhythmus gerne ge­lesen. Die Anrede sollte immer da, wo es möglich ist, personalisiert werden. DarĂŒber hinaus sollten Formu­lierungen nicht zu umstĂ€ndlich und einfach zu lesen sein.

Konkrete Stil­tipps, die Dir helfen das zu erreichen:

  • Adjektive sparsam verwenden, denn oftmals doppelt sich hier der Sinn:

z. B.: neu renoviert → renovieren, kritisch hinterfragen → hinterfragen

  • Adverbien weglassen oder verbisieren:

z. B.: Das Auto fuhr schnell um die Ecke. → Das Auto raste um die Ecke.

  • Direkte Formulier­ungen im Aktiv verwenden, Passiv vermeiden:

z. B.: Verbesserungen konnten durch­gefĂŒhrt werden. → Wir haben es verbessert.

  • Konjunktiv vermeiden:

z. B.: Ich hĂ€tte da noch einen Vor­schlag… → Ich schlage vor, dass…

  • Mit Hauptwörtern und Hilfs­verben sparen:

z. B.: Von etwas Gebrauch machen → etwas nutzen

  • Partizip vermeiden:

z. B.: In der durchgefĂŒhrten Ver­sammlung → In der Versammlung

  • Negative Formulierungen ver­meiden:

z. B.: Ohne Krankmeldung ist ein entschuldigtes Fern­bleiben nicht möglich. → Mit einer Krankmeldung ist ein Fernbleiben entschuldigt.; Das ist gar nicht teuer. → Das ist gĂŒnstig.

  • Endungen vermeiden (-keit, -ion, -ung, -heit):

z. B.: Wir haben die VerstĂ€ndlich­keit erhöht. → Jetzt versteht es jeder.; Auf die Einfachheit
der geschriebenen Sprache ist Wert zu legen. → Bitte schreiben Sie einfach.)

  • Wenige Wortwieder­holungen, stattdessen Synonyme ver­wenden

z. B.: Sie können… / Sie haben die Möglichkeit… / Nutzen Sie die Gelegenheit… / Haben Sie gewusst, dass…

Der Schluss macht’s rund

Denke an den Call to Action (CTA). Du hast Deinen Kollegen von einem span­nenden Workshop berichtet, der bald in Eurem Unter­nehmen statt­findet? Dann animiere im letzten Absatz dazu, sich beim Work­shop anzumelden und verlinke alle wichtig­en Details. Der CTA sollte einen klare „Aufforderung“ kommunizieren.

Checkliste: Abschließende QualitĂ€tskontrolle

  • Lies den Text aufmerksam und ĂŒberprĂŒfe die Rechtschreibung.
  • Ist jedes Adverb und Adjektiv wirklich notwendig?
  • Ist der Text als Ganzes ver­stĂ€ndlich?
  • Klingt er auch laut gelesen flĂŒssig und rhythmisch?
  • Bei wichtigen Inhalten und aus­reichenden zeitlichen Ressourcen: Lasse den Text von einem Team­mitglied auf VerstĂ€nd­lichkeit und FlĂŒssigkeit ĂŒberprĂŒfen.

Fazit

Bereits einige Fein­heiten können Dir helfen, Intranet-Artikel zu schreiben, die gerne gelesen werden! So wertest Du die interne Kom­munikation Deines Unter­nehmens erheblich auf und trĂ€gst zu einem guten Betriebs­klima bei. Also probiere doch beim nĂ€chsten Artikel mal aus, was fĂŒr Dich hilf­reich ist und wo sich Potenzial ergibt. Und vergiss dabei nicht, dass Fotos und Grafiken Deinen Intranet-Artikel abrunden!

Du möchtest zusĂ€tzliche Tipps rund um das Thema Intranet oder benötigst Unter­stĂŒtzung bei der Text­erstellung? Dann vereinbare jetzt ein persönliches GesprĂ€ch mit uns!

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