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So macht’s: Flughafen Düsseldorf
18
Apr 2019

So macht’s: Flughafen Düsseldorf

Wir begrüßen Christian Hinkel vom Düsseldorfer Flughafen. Christian, stell Dich unseren Lesern bitte kurz vor.

Christian: Mein Name ist Christian Hinkel. Ich leite am Düsseldorfer Flughafen den Bereich Media Relations & Interne Kommunikation. Dort sind wir zehn Personen. Wir betreuen die Journalisten und „übersetzen“ unsere Unternehmens­informationen in eine medientaugliche Sprache.

Dabei produzieren wir nicht einfach nur Nachrichten. Vielmehr positionieren wir Informationen zeitlich und inhaltlich im Kontext der strategischen Unternehmensinteressen. Über die Mitarbeiterkommunikation am Airport möchten wir unsere Kollegen motivieren. Darum bieten wir den Beschäftigten über verschiedene Kanäle ein möglichst aktuelles und abwechslungsreiches Themen­angebot.

So informieren wir über Neuigkeiten, Ziele und Strategien des Flughafens, greifen Stimmungen im Unternehmen redaktionell auf oder geben den verschiedenen Gewerken am Airport „ein Gesicht“. Darüber hinaus prüfen und erteilen wir Dreh- und Aufnahme­genehmigungen am Flughafen. In dem Zusammenhang planen, koordinieren, organisieren und betreuen wir redaktionelle und gewerbliche Foto-, Film- und Werbe­aufnahmen an unserem Flughafen.

Einen Tag über Deine Schulter geblickt, was würden wir erleben?

Christian: Auf alle Fälle einen spannenden. Denn hier am Airport ist eigentlich kein Tag wie der andere. Der Luftverkehr ist generell eine spannende Branche. Wenn ich morgens gegen 7:30 Uhr ins Büro komme, weiß ich zumeist noch nicht ganz genau, was auf uns zukommt. Das hängt immer stark von der allgemeinen Themenlage ab. Ich tausche mich morgens mit Kollegen aus, checke meine Mails, werfe einen Blick in den Presse­spiegel, den wir täglich für das Unternehmen erstellen, und schaue in unserem Redaktionssystem, was an dem Tag oder in der Woche planmäßig anliegt.

Welche Softwarelösung setzt Ihr für die Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen ein?

Christian: Am Airport haben wir in der Belegschaft eine sehr heterogene Zielgruppe. Etwa 2.300 Mitarbeiter sind direkt beim Airport im Konzern beschäftigt. Am Standort arbeiten über 20.000 Menschen. Darum setzen wir in der institutionalisierten Mitarbeiter­kommunikation auf verschiedene Instrumente.

Unser Hauptinformationskanal heißt „st@rtklar“. Tagesaktuell werden unsere Mitarbeiter hiermit über das Intranet, via Outlook und in den operativen Bereichen über sogenannte st@rtklar-Boards (moderne „Schwarze Bretter“) informiert. Führungskräfte machen wir mit einer speziell gestalteten Mail, dem „st@rtklar Führungskräfte Newsletter“ bei Bedarf sprechfähig. Journalistisch minimal aufbereitet, aber schnell. Wenn es größere Themen gibt, nutzen wir eine mehrseitige Sonderveröffentlichung „st@rtklar Focus“, die als „sinnhaftes“ Medium die anderen Kanäle ergänzt.

Im letzten Jahr wurden dann erste Überlegungen zu einer Mitarbeiter-App angestellt. Das Stichwort war hierbei: barrierefrei und schneller kommunizieren. Schließlich haben wir uns für eine Softwarelösung aus Chemnitz (staffbase) entschieden, mit der wir seitdem arbeiten.

Warum habt Ihr Euch damals für eine Mitarbeiter-App entschieden? 

Christian: Die Welt wird immer digitaler und vernetzter. Darum wollen wir auch mit unseren Innovationen immer am Puls der Zeit sein. Digi­tali­sierung ist daher ein integraler Bestandteil unserer Unternehmens­strategie.

Dabei wollten wir nicht nur für unsere Kunden innovative Wege gehen. Auch unsere Belegschaft sollte hiervon profitieren.

Jeder nutzt heutzutage privat Handys und Apps. Alle chatten, posten, surfen. Darum haben wir uns gedacht, warum sollen wir den Kanal nicht auch als Unternehmen nutzen? Es war Zeit für etwas Neues. Eine Mitarbeiter-App war für uns der nächste logische Schritt. Die App ist ein zeitgemäßes Medium. Sie ist interaktiv und „customizable“, ließ sich also unseren Bedürfnissen anpassen.

Die Mitarbeiter können diese standortunabhängig nutzen. Sie hat eine große Wirkungstiefe und im besten Fall einen hohen Durch­dringungs­grad. Die Distribution geht blitzschnell und man hat gute Analysemöglichkeiten. Jetzt können wir mit der Geschwindigkeit der neuen Medien mithalten.

Habt Ihr der Plattform einen Namen gegeben? Wenn ja, wie seid Ihr auf den Namen gekommen und wofür steht dieser?

Christian: Unsere Mitarbeiter-App ist gebrandet und heißt „DUS to go“. Wir kamen auf den Namen, weil die Kollegen die Informationen nun auch unterwegs bekommen können. Egal, wo sie sich gerade aufhalten.

Welche Personen waren in das Projekt involviert? Welche Aufgaben haben sie übernommen?

Christian: An dem Projekt sind, neben meinem eigenen Team, meine direkten UK-Kollegen vom Bereich „Digital & Social Media“, unsere IT, die Personalabteilung und der Betriebsrat fest eingebunden. All diese Kompetenzen braucht man bei einem solchen Vorhaben dringend. Die Arbeitnehmervertreter haben wir bei unseren Überlegungen von Anfang an mit an Bord genommen. Eine der größten Herausforderungen ist es sicherlich, gleichzeitig ein hohes Maß an Anwenderfreundlichkeit und Datenschutz zu garantieren.

Wurde das Projekt durch Change Management und Kommunikationsmaßnahmen begleitet? 

Christian: Zur Einführung haben wir die Idee „to go“ noch einmal aufgegriffen und sind mit einer mobilen Kaffee-Bar in die verschiedenen Bereiche auf dem Flughafengelände gefahren. Unter dem Motto „es liegt was Neues in der Luft“ haben wir den Kollegen Kaffee spendiert und uns über unser neues Angebot ausgetauscht.

Allgemeine Infos kamen über unsere Informationskanäle und persönliche Anschreiben. Wir haben einen Film zu dem Thema gedreht, mit Flyern geworben, Werbemittel gestreut und in den ersten Wochen hochwertige Preise wie E-Reader, Lautsprecher oder ein Tablet unter den ersten Teilnehmern verlost. Das alles mit Erfolg, denn nach nur wenigen Wochen waren bereits mehr als die Hälfte der Mitarbeiter mit an Bord und das Feedback ist bis heute ausgesprochen positiv.

Erlaubt Ihr den Mitarbeitern den Zugriff auf Staffbase über private Endgeräte?

Christian: Das Angebot ist für alle Konzernmitarbeiter. Die Nutzung der App ist freiwillig. Aber es lohnt sich. Sie läuft auf den Betriebssystemen iOS und Andriod auf den privaten und den dienstlichen Smartphones. Darüber hinaus ist „DUS to go“ auch für alle als Desktop-Version auf dem Rechner verfügbar.

Wie profitiert Ihr von der Nutzung durch Staffbase? Gibt es besonders erfolgreiche Einsatzszenarien?

Christian: Die App ist total einfach bedienbar. Unsere Kollegen kriegen mit der neuen App aktuelle News über das Unternehmen von der Unternehmens­kommunikation, der Personalabteilung und dem Betriebsrat – egal, wo sie gerade sind. Mit einem Luftverkehrs-Wiki und interessanten Luftverkehrs-Links können sie sich informieren. Besonders beliebt sind tatsächlich der Speiseplan unserer Kantine und ein „Flohmarkt“, der von den Mitarbeitern extrem gut genutzt wird. Ach ja, dann haben wir auch noch Wetter- und Verkehrsinfos. Gewinnspiele, Videos und ähnliches sorgen für das gewisse Extra. Bei neuen Meldungen gibt es eine Benachrichtigung. Kurz drauf schauen. Fertig.

Dienstliches wird so schnell zum Gesprächsthema, wenn man zusammensitzt und eine neue Nachricht bei allen auf dem Smartphone eingegangen ist.

Hilfreich ist das neue Instrument auch, wenn Mitarbeiter beispielsweise durch Straßensperrungen Probleme bei der Anfahrt zum Airport haben. Jetzt können wir darüber per Push-Nachricht aktuell informieren.

Was waren die größten Learnings bei der Einführung von Staffbase?

Christian: Handys sind die modernen Kommunikationszentralen unseres Alltags. Viele verschiedene Möglichkeiten sind daher in weiteren Ausbaustufen noch denkbar. Dialogplattformen. Workflows der Personalabteilung. Wir standen lange an dem Punkt, mit „der perfekten Lösung“ an den Start zu gehen. Dies ist aber schwierig, da viele verschiedene Bereiche eines Unternehmens eingebunden sein müssen.  Darum haben wir uns irgendwann entschieden, die App erstmal als Kommunikationsmittel erfolgreich an den Start zu kriegen. Alles Weitere wird sich dann zeigen.

Sicherlich eine gute Herangehensweise. Vielen Dank für das Interview.

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