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Rückblick und Intranet-Trends in 2023
18
Jan 2023

Rückblick und Intranet-Trends in 2023

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres lohnt sich ein kurzer Rück­blick auf das letzte Jahr, bevor wir uns in die neuen Intranet-Trends in 2023 stürzen und die Entwicklung auf dem Markt verfolgen. Welche Trends wurden letztes Jahr prophe­zeit und wie haben sich diese entwickelt? Und welche Entwicklungen stehen in diesem Jahr vor der Tür?

Du interessierst Dich ebenfalls für die Entwicklung des digitalen Arbeits­platzes? Denn lass Dir unseren Rück­blick auf das Jahr 2022 und unseren Ausblick auf dieses Jahr nicht entgehen!

Was 2022 passiert ist

Jeder Person, die sich im letzten Jahr mit dem digitalen Arbeits­platz aus­einander­gesetzt hat, ist auch die Mitarbeiter-App über den Weg gelaufen. Auch wir haben gespannt verfolgt, ob sich die App-Variante des Intranets auf dem Markt etablieren wird. Und wir können sagen – ja, das hat sie! Allerdings wird die Mitarbeiter-App in der Praxis nicht so flächen­deckend genutzt, wie voraus­gesagt.

Woran liegt das? Auf jeden Fall nicht daran, dass die Mitarbeiter-App nutzlos ist – dennoch hat sie mehr als Ergänzung für mobile Mitarbeitende zu einem bestehenden Intranet in Groß­konzernen Verwendung gefunden. Viele dieser Konzerne verwenden bereits SharePoint: Dabei handelt es sich um ein tradi­tionelleres System, das aus historischen Gründen nicht immer direkt ersetzt wird. Die Software spielt Inhalte auch mobil aus, aller­dings können sie nicht ziel­gruppen­gerecht ausgesendet werden und das Handling sowie die Viel­falt von Funktionen sind stark begrenzt. Die Mitarbeiter-App hat sich für mobile Mitar­beitende als optimale und leicht­gängige alternative Lösung bewiesen!

Eine weitere Beobachtung: Viele Unter­nehmen haben im letzten Jahr Microsoft 365 flächen­deckend eingeführt. Jetzt heißt es, beide Lösungen sinn­voll miteinander zu verweben. Nun stehen viele von ihnen vor Fragen, die es in diesem Jahr zu lösen gibt: Welche Anwendungs­fälle werden im Unter­nehmen abgebildet? Welche sollen über M 365 und welche über das Intranet abgebildet werden? Und wie können die beiden Tools zu einer sinn­vollen Kommunikations­strategie zusammen genutzt werden?

Welche Trends wir im Jahr 2023 sehen

Kollaboration wird von Austausch abgelöst

Lange Zeit wurde die Kollabora­tion im Intranet gepredigt. Moderne Social Intranet haben in der Vergangen­heit tolle Funktionen zur Kollaboration geboten: Das Teilen von Dokumenten oder die Zusammen­arbeit über digitale Arbeits­räume war dann möglich. Jedoch beobachten wir, dass sich die Entwicklung immer weiter von der klassischen Kollaboration im Intranet wegbewegt. Das liegt unter anderem daran, dass Microsoft Teams in Sachen Kolla­boration die meisten anderen Software­lösungen über­holt hat und das Tool für digitale Zusammen­arbeit geworden ist. Im Intranet findet zwar immer noch jede Menge Austausch statt, jedoch ent­wickeln sich die Anwendungs­schwerpunkte weiter: Dieser findet mittler­weile haupt­sächlich in Interessens­gruppen und Communitys statt. Oft steht hinter diesen dann eine Rolle im Unter­nehmen („Azubi­plattform“), ein Zweck („Mitfahr­zentrale“) oder ein Hobby („Betriebs­sport“).

Technologie alleine reicht nicht mehr aus

In der Vergangenheit lag der Fokus der Software­lösungen oftmals nur auf technischer Raffi­nesse. Eine innovative Ent­wicklung, die wir sehr zu schätzen wissen, da wir so techno­logisch hoch­moderne Tools für die Informations­vermittlung und interne Kommunikation in Unter­nehmen nutzen können. Aktuell sind aber keine signi­fikanten techno­logischen Neuerungen mehr auf dem Markt sicht­bar, die Software­lösungen sind so gut wie ausge­reift. So kommt es, dass in letzter Zeit die Entwicklung wieder mehr in Richtung Content und zum Teil auch in Richtung der Employee Experience geht. Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Qualität von redak­tionellen Beiträgen im Fokus der internen Kommuni­kation im Intranet steht. Solche Inhalte müssen gut auf­bereitet sein – auch weil wir privat tag­täglich mit hoch­qualitativen Bei­trägen in Berührung kommen. Deswegen ist guter Content auch in diesem Jahr die Grund­voraussetzung, um Aufmerk­samkeit bei den Mitarbeitenden zu erreichen. Denn wer liest schon gerne lieb­lose Beiträge?

Synergien der externen und internen Kommunikation liegen im Trend

Viele namhafte Konzerne denken ihre interne und externe Kommunikation wieder mehr zusammen. In der Praxis bedeutet das oftmals, dass die Trennung durch einen News-Room komplett aufge­hoben wird. Dabei sollen die Themen in den Mittel­punkt gerückt werden, anstatt des Kanals, über den sie ausge­spielt werden. Unter­nehmen wollen sicher­stellen, dass „die Sprache“ der internen Kommuni­kation keine andere als die der externen Kommuni­kation ist. Denn viele interne Themen bleiben durch die Digi­talisierung längst nicht mehr zwangs­läufig intern. Denken Unternehmen den Content für intern und extern zusammen, so erreichen sie auch auto­matische eine größere Reich­weite: So werden z. B. viele Mitarbeiter­zeitschriften mittler­weile auch für die Öffentlich­keit zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Neben­effekt: So wird auch das Employer Branding gestärkt. Eine solche Ent­wicklung wirkt sich natürlich auch auf die ge­spielten Themen im Intranet aus: Werden diese auch extern gespielt, fließt hier automatisch eine umfang­reiche Auf­bereitung ein.

ChatGPT wird die interne Kommunikation mittelfristig verändern

ChatGPT hat das Potenzial, die interne Kommuni­kation mittel­fristig zu unter­stützen – jedoch ist das Pro­gramm kein Ersatz für interne Kommuni­katoren. Es könnte in der Zukunft dabei helfen, Inhalte zu kura­tieren oder Texte zu strukturieren. Darüber hinaus sehen wir die Unter­stützung vor allem bei generischen Texten, wie z. B. in Bereichen der Event-Ein­ladungen (Sommer­fest). ChatGPT wird vor allem in breiten Themen genutzt werden – bei unter­nehmens­spezifischen Themen oder Nischen­themen wird das Tool nur bedingt Hilfe­stellung bieten. Dabei nicht zu vergessen: Von ChatGPT ge­schriebene Texte verfügen aktuell oft über eine niedrige Wertig­keit. Falls sich das mittel­fristig ändert, könnten text­basierte Inhalte insgesamt an Wertig­keit verlieren. Insgesamt werden Mitarbeitende durch die Nutzung von ChatGPT im Arbeits­alltag weniger Zeit für operative Aufgaben verwenden. Die Konzen­tration liegt dann auf den strate­gischen Themen. Lang­fristig wird die Fähig­keit gute Texte zu schreiben wahr­scheinlich un­wichtiger. Die Fähigkeit, das Pro­gramm gut einzu­setzen und richtig zu verwenden, wird dahin­gegen wichtiger.

Fazit

Wir halten fest: Das Social Intranet liegt weiterhin hoch im Trend, beim Thema der für sich alleinstehenden Mitarbeiter-Apps beobachten wir hingegen eine eintretende Ernüchterung. Technologische Erneuerungen dienen weiterhin als Eckpfeiler, allerdings wird auch der Content prozentual wichtiger und ergänzt damit auch den technologischen Part. Die interne und externe wächst zu­sammen und wird dies auch in Zukunft weiterhin tun. So wird interner Content auch schneller extern geteilt (z. B. über LinkedIn), um Potenzial voll und ganz zu nutzen.

Dein Unternehmen möchte das Jahr 2023 ebenfalls nutzen, um interne Kommuni­kation neu zu denken? Die Einführung eines Intranets steht vor der Tür und Du möchtest den Fahrt­wind des neuen Jahres nutzen? Dann nimm einfach Kontakt zu uns auf und wir gehen dieses Thema gemeinsam mit Dir an! Verein­bare dazu ein persönliches Erstgespräch mit uns – wir freuen uns, von Dir zu hören.